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Beilagen-Werbung die den Zeitungsabonnenten gar nicht mehr erreicht

Seit dem ich mein Werbeverbot-Aufkleber am Briefkasten habe herrscht bei mir im Kasten gähnende Leere, keine lästige Werbung mehr die den Briefkasten vermüllt, nichts, nicht einmal mehr die kleinen Werbekarten der Waschmaschinen und Fernsehfritzen. Ab und zu verirrt sich mal eine Speisekarte vom Chinesen oder Italiener, OKAY, damit lässt es sich Leben.

Aber aus meinen Bekanntenkreis wird mir berichtet das dort auch ohne Werbeverbot -Aufkleber keine große Werbung mehr ankommt, in den Abonnentenzeitungen ist fast nichts mehr drin an Werbung und auch sonst kommt dort nicht viel an.

Das kann jetzt natürlich zwei Gründe haben, es wird nicht mehr viel Werbung beigelegt, oder so wie ich eher vermute die sogenannten Schüttler haben bei den Zeitungsboten zugenommen, als Schüttler werden bei den Zeitungszusteller die bezeichnet die Beilagen-Werbung aus den Zeitungen schütteln, das wurde zu meiner aktiven Zeit schon von einigen praktiziert um die manchmal sehr dicke Zeitung überhaupt in den Briefkasten zubekommen.

Heute, so vermute ich mal ganz stark wird nicht mehr geschüttelt um die Zeitung in den Briefkasten zubekommen denn wenn man sich die heutigen Aufkaufs- Preise für Altpapier anschaut kann man sich seinen Rest denken!

Ich kann da nur sagen, macht kein Shit denn das kann richtig TEUER werden, das man Werbung aus den Zeitung nimmt um sie anschließend richtig stecken zu können sehe ich ja noch ein aber nicht wenn diese Werbung anschließend verkauft wird!!!

Die Hoffnung stirbt zuletzt!

Webma55 B-)

 

 

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11 comments to Beilagen-Werbung die den Zeitungsabonnenten gar nicht mehr erreicht

  • happygirl

    Ich finde das dies eine ziemlich einseitige Betrachtungsweise ist. Gut da gibt es vielleicht die sogenannten “Schüttler”, die von vornherein die Beilagen herausnehmen. Aber….. die andere Seite ist doch, dass die Werbebeilagen von den Firmen teuer bezahlt werden und die BZV uns diese zum Nulltarif austragen lässt. Es ist schon ein Unterschied, ob eine Zeitung 20 oder 200 g wiegt. Neben dem Zeitfaktor spielt auch die körperliche Belastung eine Rolle. Warum soll ich als Zusteller der BZV für einen warmen Händedruck zusätzliche Arbeitskraft zur Verfügung stellen. Auch hier gilt der Grundsatz “Mehrarbeit muss sich lohnen”.

  • Kutte

    Heeee happygirl, das rechtfertigt doch aber lange noch nicht das sich hier einige Zusteller mit der Werbung ihren Botenlohn aufbessern indem sie das Papier (Werbebeilagen) verkaufen.

  • Wasabi

    Die bööööösen Schüttler, oohhh, mir kommen die Tränen.
    Diese moralische Entrüstung finde ich völlig deplaziert. Wir Boten werden von A-Z von den Konzernen verarscht, baden deren jahrzehnte langen Fehler aus (untergehendes Medium/Trends verschlafen), tragen ein hohes Risiko, stehen sechs mal die Woche auf und erhalten einen Lohn, der an Menschenverachtung grenzt.
    Früher dachte ich, für echten Fleiß und gute Arbeit würde man auch aufrecht entlohnt werden. Heute denke ich mir: Wie naiv bin ich gewesen.
    Wir sind Kanonenfutter, nicht mehr. Der dumme Pöbel. Ich bin wahrlich in meiner Stadt einer der zuverlässigsten, fehlerfreiesten Boten, aber ich habe schon lange innerlich gekündigt.
    Wenn Du das daher alles ernst meinst mit Deiner Empörung, kannst Du mir nur leid tun. Die dümmsten Kälber suchen ihre Schlächter selber…

  • Kutte

    Hallo Wasabi, was heißt das denn nun eigentlich konkret, das du auch ein Schüttler bist oder die Vorgehensweise dieser Schüttler billigst, ich kann da nur sagen eine schlechte Bezahlung rechtfertigt noch lange nicht den Diebstahl dieser Werbebeilagen, ja Diebstahl, denn anders kann man das schon gar nicht mehr bezeichnen wenn diese Werbebeilagen dann auch noch bei Papierbörsen verkauft werden. Wie ich gehört habe ist das ja auch schon richtig zum SPORT geworden.
    Ich finde deinen Kommentar hier deplaziert, denn wenn man so wie du diesen Job trotz Frust über diese ganze Misere (schlechte Bezahlung usw.) immer weiter macht wird sich an diesem Zustand auch nie was ändern.

  • Wasabi

    Liebe(r?) Kutte,

    ich bin kein “Schüttler” und auch erst recht kein gewerbsmäßiger.
    Das Geschäftsmodell ist mir auch völlig unbekannt. Und wenn mir eine Zeitung zu dick ist, um sie noch rein zu bekommen – dann ist es nicht mein Problem, wenn sie auf halb acht im Kasten steckt.

    Aber zurück zur Sache: an einem Punkt drehen wir uns im Kreis: Du magst zwar Recht haben, dass das berühmte Prinzip das Schütteln verbietet.
    Aber mir kommt fast die Galle hoch, in dem Kontext, in dem wir uns bewegen, so eine Bagatelle in einem Atemzug mit der Abzieherei, die an uns begangen wird, zu nennen.
    Das sind Peanuts. Die Bosse da oben würden sich halb schräg lachen, wenn sie sich eine derart linientreue Argumentation von dem Tragepöbel ansehen würden.
    Ich sag Dir was: Durch sowas wird nichts daran ändern. Nein, die müssen sehen, dass der Beilagen- und Resthaushalte-Irrsinn ein Ende haben muss.
    Sieh es auch mal aus Kundensicht: Glaubst Du, viele Kunden finden es toll, wenn die immerhin bezahlte Zeitung zur mehr als der Hälfte aus Reklame besteht? Das ist für die Klopapier frei Haus.

    Und noch was zur Frage, warum ich das Ganze noch mit mache: Glaubst Du wirklich, ich gehe da einem Hobby nach? Ich bin Existenziell auf diese Tätigkeit angewiesen.
    Ich arbeite wöchentlich rund 20 Stunden in dem Zirkus und fahre im Monat über tausend Kilometer. Das macht man nicht, weil man es als netten Zeitvertreib ansieht.

  • Webma55

    Hi Wasabi, eigentlich wollte ich mich hier gar nicht mehr groß einmischen aber ein paar Worte muss ich auch noch dazu schreiben, der Slogan dieses Blogs ist ja “Zeitungszusteller, ein harter und gefährlicher Job, der viel zu wenig Anerkennung findet!” keiner in diesen Job ist zufrieden, es wird hinter vorgehaltener Hand gemeckert was das Zeug hält aber alle machen diesen Job, erinnert mich an meinen Artikel “Dem Schicksal ergeben
    Begründet wir dieses nichts tun immer mit, meine Existenz hängt davon ab oder ich brauche das Geld, das ist ja alles schön und gut, aber solange ihr nur rumjammert wird sich nie was ändern. Du bist ja noch wenigstens einer der darüber schreibt die anderen trauen sich ja nicht, okay, das ist auch jeden seine Sache!

    Wasabi, Printmedien wird es immer geben!!!

    Webma55 B-)
    Die Hoffnung stirbt zuletzt!

  • Wasabi

    Ich stimme Dir zu, dass alle “jammern”, aber keiner etwas unternimmt. Aber der Unterton “wird damit begründet, meine Existenz hängt davon ab” klingt schnell so, als seien das vorgeschobene Gründe.
    Ich kann ganz klar sagen: WIe manch anderer auch wäre ich erledigt, hätte ich diesen Job nicht mehr. Warum? Weil ich auch tagsüber arbeiten muss.
    Man kann nicht mit dem Job und man kann nicht mit ihm. Und das wissen “die da oben” sehr genau.
    Deshalb traut sich auch keiner, die Klappe aufzumachen. Man meinst Du, warum es die alten Hasen gibt, die seit 20 Jahren oder länger tragen? Nicht alle, aber auch nicht gerade wenige brauchen den Job absolut zum Auskommen. Und ich spreche vor allem von den “professionellen” unter uns, die jede Springertätigkeit machen, wenn Chef wieder am Weinen ist.

    Und noch was zu “Printmedien wird es immer geben”: Schon richtig. Fragt sich nur, ob es in Zukunft noch Abonnenten in großer Zahl geben wird.
    Ich sehe vorwiegend ältere Menschen, die es halt nicht anders kennen, als dass die Tageszeitung wieder im Kasten liegt. Wir reden hier also von einer Bergab-Tendenz.
    Und die wiederum hat auch viel mit Fehlern der Konzerne zu tun. Man hat es schlicht und ergreifend verpasst, das Medium “Tageszeitung” in das Internet-Zeitalter zu führen. In Zeiten, in denen ich mir mit wenigen Mausklicks eine iGoogle-Startseite zum kostenlosen Nachrichtenportal umbauen kann, müssen sich die Printmedien eben mehr einfallen lassen, als so weiterzumachen wie bisher.
    Haben die aber nicht getan. Nur das Problem ist: Wir, die wir untem am Ende der Nahrungskette stehen, müssen die Suppe auslöffeln.

  • Webma55

    Wasabi, wenn du dir mal die Mühe gemacht hättest hier ein wenig mehr im Blog zu lesen wäre dir aufgefallen das hier genau über alle diese Themen die du hier erwähnst schon geschrieben wurde und du uns hier eigentlich nichts neues erzählst. Entweder man ist konsequent und schmeißt die Sache oder macht weiter wie bisher, ich sage ja “Dem Schicksal ergeben” dann kann ich aber wiederum hier nicht solche Sprüche kloppen.

    Zum Internet kann ich dir nur sagen das ich als Programmierer schon seit 1996 dabei bin und von deinen Bergab-Tendenz nichts erkennen kann, man soll es kaum glauben aber nicht alle sind ONLINE

    Webma55 B-)
    Die Hoffnung stirbt zuletzt!

  • Wasabi

    Was willst Du eigentlich? Ich soll konsequent sein oder die Klappe halten? Zahlst Du mir meine Rechnungen? Kann Dir gern meine Bankverbindung durchgeben.
    Und sorry, dass ich nichts neues erzähle. Aber die Thematik ist ja auch recht übersichtlich, da sind Wiederholungen ja keine Seltenheit.

  • Webma55

    Das Zeitungszusteller für ihren wirklich harten Job schlecht bezahlt werden habe ich ja hier im Blog genug geschrieben, Fakt ist doch nun aber mal das du dich für diesen geringen Lohn verkauft hast, ich selbst habe mich 2002 für einen ganz geringen Botenlohn als Zusteller verkauft, habe aber konsequent die Verteilung von Werbung (Resthaushalte) abgelehnt obwohl diese Verteilung damals noch besser bezahlt wurde als heute. Was meinst du warum ich bei der Zeitung gelandet bin, aus reiner Nächstenliebe bestimmt nicht, ich brauchte die Kohle genau so wie du. Wenn ich dann heute hier so den Verdienst in den einzelnen Bundesländern sehe muß ich sagen das ich mich hier im Ostteil von Berlin für’n Appel und’n Ei verkauft hatte.

    Webma55 B-)
    Die Hoffnung stirbt zuletzt!

  • Malika

    Hallo,
    ich arbeite auch seit ca. 5 Jahren als Zeitungsbotin und muss feststellen, dass die Bedingungen und die Bezahlung immer miserabler werden.
    Auf der einen Seite gabs zwar eine Lohnerhöhung von 2 Cent pro Stück, auf der anderen Seite wird das Kilometergeld gekürzt (nicht mehr bis zum letzten Haus im Bezirk, sondern nur noch bis zum ersten von der Ablagestelle aus, weil, das sind jetzt alles “Laufbezirke”!
    Wir schleppen uns dusslich mit “Werbebeilagen”, die schon teilweise in Kataloge ausarten, ohne einen Cent mehr. Da gibts ne Pauschale für, obwohl man mehr Werbung als Zeitung rumschleppt.
    Ich bin aus NRW, und da wurden vor einem Jahr die 2 größten Tageszeitungen soweit zusammengelegt, dass sie nur noch von einem Boten ausgetragen werden, anstatt von zweien, wie früher.
    Für die WAZ und deren Fremdausgaben gab es früher mehr Geld, jetzt gibts den gleichen wenigeren Lohn, wie von meiner Stammzeitung.
    Die WAZ hat auch mehr für Werbebeilagen gezahlt.
    Das weiß ich, weil ich für die teilweise Aushilfe gemacht hab.
    Früher gabs für Autoreparaturen 150,- Euro dazu, jetzt nur noch 100,-, obwohl ich fast nur für die Firma fahre.
    Die Lohnabrechnungen sind sowas von undurchsichtig, da blickt kein Mensch durch, ist nicht nachvollziehbar.
    Ich bin jetzt Mitglied bei Verdi.
    Allerdings denk ich, bringt das auch nicht viel, weil es wirklich so ist, dass alle nur meckern, keiner sich wirklich wehrt und alle sich völlig uneins sind.
    Nicht böse sein, musste mal Dampf ablassen
    LG Malika

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