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Der Verdienst eines Zeitungsboten in den einzelnen Bundesländern

Was verdient denn nun eigentlich ein Zeitungszusteller in den einzelnen Bundesländer so? Das der Verdienst ganz unterschiedlich ausfällt hat man ja hier schon in verschiedenen Artikeln lesen können und ich vermute mal ganz stark das Zeitungszusteller im Ostteil von Berlin den geringsten Botenlohn haben.

Ich weiß ganz genau das mir hier keiner auf diese Frage eine Antwort geben wird, aber ich muss auch an diese Plattform denken und mit dieser Headline hole ich schon allein wieder hunderte von Besucher auf diese Seite!

An alle Besucher die extra wegen diesem Artikel zu uns gefunden haben!

Sorry, aber ich kann leider auch nichts dafür das Zeitungsboten so viel ANGST haben, zu BLIND oder des SCHREIBENS gar nicht mächtig sind um hier Antworten zugeben.

Die Hoffnung stirbt zuletzt!

Webma55 B-)

 

 

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94 comments to Der Verdienst eines Zeitungsboten in den einzelnen Bundesländern

  • sielberpfeil

    Luceva, die Öffentlichkeit erfährt von der Situation nur etwas, wenn wir Zusteller es schaffen die GEW wachzurütteln. Aber dafür müßten sich die Zusteller erst einmal organisieren und dann z.b. Ver.di in Berlin mit Briefen und E-mail bombadieren. Das ist wohl die einzige Möglichkeit auch bemerkt zu werden.

  • Chris8170

    Also ich arbeite jetzt seit 1 1/2 jahren als tageszeitungs-Zustellerin hier in Oberfranken. Ich sag aber jetzt mal nicht für welche zeitung, weil ich nicht weiß ob hier vielleicht die chef-etage mitliest.

    Also, ich habe momentan 80 Zeitungen und eine Überregionale. Dazu kommen täglich im durchschnitt 10 Briefsendungen und einmal die Woche Resthaushalt-Reklame.

    ich bekomme etwa 1,60 euro pro Zeitung/Monat zzgl Nachtzuschlag, zzg. 5 ct pro Briefsendung und 1,25 Cent pro resthaushalt.
    Macht unterm Strich etwa 220 Euro im Monat. VIEL zu wenig..
    dann bekomm ich noch 24 Tage bezahlten Urlaub und lohnfortzahlung im krankheitsfall. wobei hier darf man nicht krank werden, weil wir keine aushilfen haben :( Um urlaub muss man auch jedes jahr betteln. ich hab bereits im januar meinen osterurlaub beantragt und weiß bis HEUTE noch nicht, ob ich ihn bekomme.

    Zuschlag für Winterspikes oder schuhe bzw kleidung bekommen wir nichts.

    seit 1.1.2011 müssen wir sogar für unsere Zeiungswägen eine Kaution von 25 euro zahlen. die sehen wir wohl kaum mehr wieder, weil die haltbarkeit eines solchen wagens bei uns etwa bei 2 – 3 jahren liegt.

    ich sags jetzt ehrlich: wenn ich einen anderen job finde, bin ich weg !!!

  • Fraggle

    Für ca. 170 Tageszeitungen (inkl. Fremdobjekte 1-3 Stk.) mit beigelegter Werbung (hält sich in Grenzen/ ab und an, so 5-6 im Jahr Resthaushaltsabdeckung zu 0,05 ct/Stk.), ca. 12 km Fahrstrecke (mit Kfz, aber sehr viel Lauferei zu den Zeitungsboxen/ Briefkästen, da ca. 90 % Einfamilienhäuser) in ländlicher Gegend (zu den Niederlanden) gibt es hier durchschnittlich ca. 500 Euro/ Monat. Kilometergeld 0,30 Euro/km. Einfachste Wind-/ Regenjacke – Vollplastik :-), Spikes und Reflektoren für Bekleidung werden gestellt. Für Zusteller mit Fahrrad gibt es Gepäcktaschen (2-seitig, recht stabil und gut). Urlaub 24 Tage pro Jahr. Für Ersatzzusteller/innen ist immer gut gesorgt. Mache das seit ca. 4 Jahren.

  • Fraggle

    Für 170 Zeitungen gibt es hier durchschnittlich ca. 500 Euro/ Monat (inkl. 1-3 FAZ etc.), eingelegte Werbebeilagen (3-4 x Woche), 4-5 x Jahr Resthaushaltsabdeckung (ca. 0,05 Ct/Stk), 3-4 x Jahr Hochglanzkataloge etc. (bis 500 gr – ca. 0,30 Euro/Stk.), 12 km Fahrstrecke mit PKW (0,30 Euro/km Fahrgeld), viel Laufwege zu Zeitungsboxen/ Briefkästen, da ca. 90 % Einfamilienhäuser in ländlicher Gegend (zu den Niederlanden/ Belgien), Urlaub 24 Tage/ Jahr (Urlaubsvertretung wurde immer gut organisiert). Betriebsrat vorhanden. Die Zustell-Betreuer (seit Jahren die selben Leute) bemühen sich! Wind-/ Regenjacke (einfachst, Vollplastik :-) wird gestellt. Ebenso Spikes, Reflektoren (und für Zusteller mit Fahrrad gibt es sehr gute Packtaschen!) Mache das seit ca. 4 Jahren. Ich zwar nicht der Reisser an Bezahlung, aber wenn ich die Beiträge hier so lese, ist die Bezahlung/ Behandlung noch recht ordentlich.

  • Michael Rasch

    Hallo Fraggle und alle anderen ! Ich arbeite nun schon fast 7 Jahre im Norden von Köpenick / Berlin . Von dem was du für Konditionen hast da träumen wir nur von . Ich habe ca . die selbe Menge an Zeitungen muß ca.15 Kilometer zu ” Fuss ” abstrammpeln umd habe nicht mal die Hälfte von deinem Verdienst !!! Von Sonderleistungen , Bekleidung , Arbeitsschutzmitteln , Weihnachtsgeld ganz zu schweigen . Da verstehe ich nicht warum ihr da rum heult , wir sind komischer weise immer die angekackten . Zumal wir solch Haufen verschiedener Zeitungen verteilen müssen , von der Jungen Welt bis zu der Neusten Zürichter Nachrichten . Ich habe alleine 15 verschiedene Zeitungen zu liefern . Also macht mal etwas halblang ! Grüße aus Berlin

  • Fraggle

    @ Michael Rasch

    Ich habe mich nicht beklagt und auch nicht hier “rumgeheult” (wie Sie geschrieben haben), sondern meine Konditionen so geschildert, wie sie sind! Es ist entwürdigend, wenn ich über Ihre Konditionen lese. Ihre Arbeitgeber sind keine Unternehmer, sondern Unterlasser. Deren Unternehmen sind nicht marktfähig und die Eigentümer leben mit Hilfe des Lohndumping auf ihre Kosten. Ich drücke Ihnen die Daumen, daß Sie einen besser bezahlten Arbeitsplatz finden und ihrem bisherigen Arbeitgeber wünsche ich von ganzem Herzen, daß er zu den von Ihnen geschilderten Schundlohndumpingkonditionen keine Leute mehr findet!

  • Michael Rasch

    Hallo Fraggle ! Es war nicht böse gemeint voon meiner Seite ! Wir sind nur sauer weil wir nur betrogen werden ! Selbe Arbeit selber Lohn . So sehe ich das , also , es war nicht persönlich . Grüße von Micha aus Berlin

  • vistabluebabe

    …..also hier im Südwesten von RLP gibts in der Regel € 2,36/monat pro Zeitung, 0,07-0,13 pro Brief, Werbebeilagen zw. 0,02 -0,05 Cent/Stück, 0,22 pro KM für die einfache Strecke bis letzte Zustellung, 24 Tage Urlaub, 6 Wochen Lohnfortzahlung bei Krankheit, länger als 1 Jahr dabei – Weihnachtsgeld und 30 Euro/Jahr Bekleidungzuschuss und ggf. 5-20 Erschwerniszulage/monat.

    Grüsse

  • Westberliner Zeitungsmann

    Vielleicht einfach mal etwas machen. Alle jammern über Unglaublichkeiten, aber niemand will sich erheben. Die Ärsche sind zu fett. Es tut mir ja selbst leid.

  • Brandenburger

    Von mir mal eine kleine Übersicht über die Verdienstmöglichkeiten im Berliner Umland der letzten zwanzig Jahre (in Euro):

    1990-2003 Stücklohn Woche inkl. Zuschläge: 0,08 , Sonntag inkl. Zuschläge: 0,15 , Kilometergeld: 0,26 Wartegeld: 5,- pro Stunde, zusätzlich rund 25 € Weihnachtsprämie meist aber in Form von Präsenten, Wetterfeste Arbeitsbekleidung und Reparaturkostenbeteiligung auf Anfrage, keine Beilagenbezahlung, 2 Sorten Berliner Zeitungen (BM/TS). Flexible Arbeitszeit zwischen 23.00 Uhr und 6.00 Uhr. Gesetzlich vorgeschriebene Anzahl Urlaubstage seit Einführung für 400 € Jobs. Alle Zusteller wurden gleich bezahlt!

    2004 bis jetzt Stücklohn unterschiedlich, aber ähnlich wie oben oder Pauschalen in der Woche inkl. Zuschläge: 10 – 15 € pro Tour (entspricht Stundenlohn von rund 4-6 €), Sonntag inkl. Zuschläge: 20 – 25 €, pro Tour (entspricht Stundenlohn von rund 8-10 €) Kilometergeld 0,16-0,18 € , oder Pauschale am Sonntag pro Zeitung, inkl. Zuschläge, inkl. Kilometergeld: 0,24 €; keine Wartegelder, Arbeitsbekleidung, Weihnachtsprämien, Reparaturkostenzuschüsse mehr, keine Beilagenbezahlung, einmal monatlich zusätzlich Rechnungsbriefe in geringer Anzahl unbezahlt. Häufige Probezeitungen in erheblicher Anzahl – bei pauschaler Bezahlung aber unbezahlt. Cirka 9 Sorten hauptsächlich Berliner Zeitungen (BM/TS/BERZ/BK/BZ/BILD/PNN/WELT/WEK). Flexible Arbeitszeit zwischen 02.00 Uhr und 6.00 Uhr, gesetzlich vorgeschriebene Anzahl Urlaubstage. Alle Zusteller werden unterschiedlich bezahlt.

    Daneben müssen weitere (und nicht gerade geringe) Kosten für den Einsatz des privaten Fahrzeuges (wegen Touren zwischen 30 und 300km pro Nacht im Umland Vorraussetzung), wie Verschleiß, sowie ev. entstehende Kosten im Schadensfall (bspw. Wildunfall usw.) wieder vom Verdienst abgezogen werden, da die gezahlten Kilometergelder kaum die Benzinkosten decken.

    Ab Juli 2011: Ab dann stellen die Berliner Verlage den direkten Vertrieb im Umland ein und übertragen die Zustellung auf die Agenturen des lokalen Pressevertriebs. Deren Bezahlung ist allerdings derart unterirdisch (mehr als halbiert), dass eine Weiterarbeit in diesem Job einer ehrenamtlichen Beschäftigung gleichkommt und somit für jeden der auf einen Verdienst angewiesen ist nicht mehr machbar ist.

  • vistabluebabe

    …es müssten sich nur alle Zusteller mal einig sein und den Krempel ein paar Tage liegen lassen, mal sehen was dann bezüglich gewisser Forderungen passieren würde.
    Vermutlich werden die Verlage wohl in Kürze Zustellkräfte aus dem Osten (Polen etc.)anwerben.

  • Roadrunner

    Ja, daran habe ich auch schon gedacht. Ich meine, dass Leute aus dem Osten angeworben werden. Zuzutrauen ist den Arbeitgebern heutzutage schließlich alles. Dieses Land verkommt immer mehr. Wenn ich könnte, wie ich wollte – ich wäre sofort weg. Fragt sich bloß: WOHIN ???

  • Ostberliner Zeitungsfrau

    Hallo,
    ich mache diesen Job jetzt seit 8 Monaten, habe zur schlimmsten Jahreszeit angefangen(Mitte Oktober – im November hat es fast täglich geregnet, im Dezember gab es ordentlich Schnee und im Januar die klirrende Kälte, das Ganze abgerundet mit jeder Menge Werbung besonders zur Adventszeit – mein Lieblingsspruch war: Advent,Advent…wer kriegt die meiste Werbung dazwischengeklemmt!!!) und mich gruselt es, wieder diese Zeit mitzumachen. Andererseits bin ich inzwischen verwöhnt von meinen 5 Tageszeitungen, die ich als Reserve mitbekomme, jedoch nur selten benötige, somit diese für mich habe. Ich kann gar nicht mehr ohne. Trotzdem muss ich sagen, dass dieser Job mit einem absoluten Hungerlohn bezahlt wird, ergo man nicht davon leben kann, somit ist das auch kein richtiger Job und Anerkennung – Fehlanzeige!!! Ich kenne niemanden in meinen Bekannten- und Verwandtenkreis, der sich vorstellen kann, nachts um 3 Uhr aufzustehen, noch dazu für diesen Lohn!!! Ich lebe von H4 und darf mir von allen Seiten anhören, dass ich den ganzen Tag nur auf der faulen Haut liege, weil die nächtlichen Ausflüge “nicht zählen”!!!

  • gajulca

    Die Politik stützt Arbeitgeber, die Minijobs anbieten: Minijobs mit der Möglichkeit der Aufstockung, d. h. Hartz-IV-Empfänger stocken ihren Sklavenlohn aus Steuermitteln auf, während die jeweiligen Arbeitgeber(Sklavenhalter) dieser Mitarbeiter einen Gewinn aus ihrer Unternehmertätigkeit (Sklavenhaltung) erzielen.
    Einen großen Beitrag hierzu liefern die “HARTZ – IV” – Behörden, da es denen “scheißegal” ist, welchen Stundenlohn die H-IV-Empfänger kassieren, weil ausschließlich der erzielte Lohn wichtig ist, der auf die jeweiligen HIV -Leistungen angerechnet wird, unabhängig davon, welchen Zeitaufwand der jeweilige Mitarbeiter betreiben muss.
    DENKT MAL DARÜBER NACH UND VIELLEICHT SCHAFFEN WIR AUCH MAL EINEN GENERALSTREIK!!!!

  • vistabluebabe

    ………….ja, das wäre gut wenn alle mal zusammenstehen und nichts mehr sich bewegen würde, es müsste dringend ein richtiger manifestierter Mindeststundenlohn für die Zustellung her, der nicht unterlaufen werden kann.

  • Roadrunner

    Ja Mindestlohn, Du sprichst mir aus der Seele. Aber kriege mal die Kollegen unter einen Hut. Die meisten sind Einzelkämpfer. Obwohl wir es in Bremen noch gut haben. Da finden 4 mal im Jahr Betriebsversammlungen statt. Die wenigsten machen den Mund auf. Nur nachts an den Ablagestellen/ Depots reißen sie das Maul auf.

    Und in Zukunft wird es auch bei uns nicht einfacher, hat doch die Zerschlagung des Vertriebes in 12 (schein)selbständige Zugestellgesellschaften begonnen. Die KollegInnen dürfen selbstverständlich auch nicht mehr an unseren Betriebsversammlungen teilnehmen, da sie nicht mehr zum Unternehmen gehören.

    Meinen Hut ziehe ich vor den Kolleginnen und Kollegen in München. Dort wurde immerhin schon in einigen Stadtbezirken für mehr Lohn gestreikt!

  • bartuschat, thomas

    Hallo freunde, habe bis April 2011 bei der Zack Vertriebs- und Werbeservice Gmbh gearbeitet, und zwar sowohl als Zeitungs- als auch als Postzusteller. Lohnsteigerung in den letzten 10 Jahren: 0.
    Zunahme der resthaushaltsverteilungen (2,5 cent, auch für 350 gramm Prospekte, 200 Stück) auf 3-4 mal die Woche, natürlich nicht in der Lohnfortzahlung. Jemand hat versucht einen Betriebsrat zu gründen, bekam sofort Besuch vom Chef und wir haben keinen Betriebsrat. Soweit ich weiß, wurde dem postalischem Mindestlohn nur unter der Vorraussetzung zugestimmt, das die zeitungszustellung davon unberührt bleibt. Davon abgesehen, daß so gut wie kein privater Briefzusteller diesen Mindestlohn erreicht, auch davon abgesehen, daß der Mindestlohn für ungültig erklärt wurde, wisst ihr jetzt. welchen Wert die politik auf das Zeitungszustellereinkommen legt. Wenn Verdi mit Zeitungsverlagen über Tarife verhandelt sind die Zusteller davon ausgenommen. Abgesehen von denjenigen, die sich nur ein kleines Zubrot verdienen wollen, oder denen die Arbeit wirklich Spaß macht, würde ich fast jedem Zusteller zur sofortigen Kündigung raten. Die drei Monate Hartz 4 Kürzung überstanden kann es eigentlich nicht schlimmer werden. So werft ihr euer Leben weg, beweisst den Arbeitgebern, daß das ungewaschene Zustellergesindel noch viel zu viel verdient und fallt in die Altersarmut. Über gesellschaftliche Anerkennung muß ich ja wohl nichts mehr sagen. Die meisten Leute möchten bloß wissen, warum die verfluchte Zeitung zu spät kommt, nass ist etc, pp. Die wenigen Zusteller die doch vernünftig bezahlt werden, 7,5 Euro/Std nach Abzug aller Kosten nehme ich natürlich auch aus. Ich selbst habe, nachdem ich 5 ganze Jahre meinen Kollegen die Ohren vollgejammert habe, endlich entschieden was anderes zu machen. Krankenhaus, Mädchen für
    alles, Subunternehmerfirma, harte Arbeit. Bestimmt nicht der große Treffer aber unendlich viel sinnvoller, als den Leuten die Briefkästen mit Werbung zuzumüllen, außerdem weiß mein neuer Arbeitgeber, wie man Zuschläge schreibt, ohne den Duden zu Rate ziehen zu müssen. Also traut euch.
    Zeitungszusteller zur sofortigen Kün

  • Malika

    Hallöle,
    wenn man so liest…überall dasselbe!
    Ich bin auch Botin der RN in Dortmund.
    Die Stimmung unter den Kollegen wird immer besch….!
    Immer mehr Arbeit für immer weniger Geld- aber die Abopreise steigen, nur für uns fällt nichts ab!
    Und dann die ganzen Werbeeinlagen, die wir für lau durch die Gegend schleppen.
    Wenn man nur einen einzigen Cent pro Einlage bekäme, wär das alleine schon sicher über 1 Euro im Monat!

  • jäger 39

    Hallo zusammen, auf der Suche nach Berichten über Betriebsräte für Zeitungszusteller stieß ich auf diese Seite. Ich bin erschrocken darüber was ich da bis jetzt alles vor die Augen bekam. Um es kurz zu machen: Seit über 20 Jahren trage ich im Rheinland Zeitung aus. Diese konzertierte Aktion des Outsourcings aller Zusteller habe ich auch erlebt. Etwa 1000 Zusteller wurden damals aus der Obhut des Betriebsrates des Verlags in die freie Wildbahn des fehlenden oder sehr mangelhaften Sozialschutzes geschickt. Jetzt stelle ich für eine Vertriebsgesellschaft (VG) zu. Sie ist eine von etwa 20. Je 2 VGs werden von einem weisungsgebundenen Geschäftsführer geführt. Diese Geschäfts-führer kommen mir vor wie Tanzbären die man am Nasenring führt.
    Das Drehen an der Vergütungsschraube ist wohl eine konzertierte Aktion der Verlage, denn es fällt bei der Lektüre der verschiedenen Artikel dieser Seite auf, dass überall nach der gleichen Masche vorgegangen wird. Mir hat man auch solch unzüchtiges Angebot, Kürzung der monatlichen Vergütung, Streichung von mehreren Urlaubstagen und noch weitere Scheußlichkeiten, unterbreitet. Ich habe mittels Anwalt dankend abgelehnt.
    Ich verspreche mir für die NRW-Region in der ich tätig bin; von der Tatsache, dass bei einer dieser VG wohl ein Betriebsrat gegründet werden soll, sehr viel. Wenn jemand bei einer solchen VG tätig und an der Gründung eines Betriebsrates interessiert ist sollte er/sie sich an die nächste ver.di-Geschäftsstelle wenden. Schaut einfach unter ver.di. de im Internet nach.
    Kolleginnen und Kollegen, eines wird Euch, wenn ihr dieses alles gelesen habt sicher klar sein: wer sich nicht in starker Gemeinschaft wehrt, der wird brutalstmöglich ausgenutzt. Die, die für diesen Raubtierkapitalismus verant-wortlich sind, sich von der Politik als tolle Mitglieder der Gesellschaft feiern lassen die in der Weihnachtszeit als Samariter auftreten die ihre Wohltaten von anderen durch Spenden bezahlen lassen, die sind es die, uns drücken. Natürlich machen das nicht die Herren Verleger, die Mitglieder des BDZV, selber. Dafür hat man die ausgegliederten, weisungsgebundenen Gesellschaften mbH.
    Mir ist bekannt, dass da wo ich tätig bin alleine in diesem Jahr bis jetzt mehr als zehn Kolleginnen/Kollegen den Bettel hingeworfen haben. Es sind noch zwei Monate und da werden es sicher noch mehr werden. Ein deutliches Zeichen für eine überaus große Fluktuation.

  • jäger 39

    Hallo Einzelkämpfer, ich finde es toll, dass Du so wirbst. Ich kann Dir versichern, dass es ein ganz mühseliges Unternehmen ist einen BR zu gründen, weil ich mittendrin stehe einen solchen zu bekommen.Nimm doch Kontakt mit ver.di auf. Nur Mut. Schaue doch in zwei Wochen hier wieder rein. Nur Mut.
    Jäger 39

  • bartuschat, thomas

    Hallo Jäger 39,
    ich finde es zwar auch ganz schön, daß du via Betriebsrat bessere Bedingungen erreichen möchtest, bin da aber sehr skeptisch. Ich habe
    ja in meinem vorherigen Beitrag auf die fehlende Lohnfortzahlung für Sonderverteilungen (Resthaushalte etc.) hingewiesen. Weil es mir irgentwann einfach gerreicht hat, bin ich dann tätig geworden und habe das Problem anwaltlich klären lassen. Vorher habe ich aber noch mit meinen Kollegen gesprochen und dabei auch erwähnt, daß man uns für unsere Arbeit doch bezahlen müßte und darauf wortwörtlich zu hören bekommen: “Da kommst du doch nicht mit durch.” Kein Scherz!
    Auf eigene Anfrage an die Firmenleitung habe ich über sechs Wochen
    keine Reaktion erhalten. Nachdem mein Anwalt sich mit der Firma in Verbindung gesetzt hat, ging es doch, ich wurde aber gebeten, den
    Kollegen nichts zu sagen. Habe ich natürlich doch gemacht und zu hören bekommen, daß es zu viel Aufriß wäre, da was zu unternehmen.
    Ganz unrecht haben die Leute nicht, ich habe 150 Euro ausgegeben, um 330 Euro zu erhalten. Anwaltskosten, bin leider kein Gewerkschaftsmitglied, wie die meisten anderen Kollegen auch nicht.
    Nur nebenher, mein Arbeitgeber hat sicherlich von Anfang an gewußt,daß er zur Lohnfortzahlung auch bei Resthaushaltsverteilungen verpflichtet ist. Da ich nicht der einzige Zusteller war, würde sicherlich ein hübsches Sümmchen zusammen kommen, für das auch noch Sozialversicherungsbeiträge fällig wären. Zusammengefaßt: Bei den Zustellern handelt es sich um eine unorganisierte Gruppe, bei der die meisten Mitglieder Angst um ihren Job haben, während die Verleger über dem Gesetz stehen. Das offensichtlich, weilPolitik und Gesellschaft der Meinung sind, Minderleister (Leute, die aufgrund niedriger Qualifikation oder anderen Gründen in schlecht bezahlten Jobs landen und bei denen egal ist, was sie wirklich leisten) sollen froh darüber sein, daß sie für einen Teil ihres Lebensunterhalts selbst aufkommen können, ohne das die Gemeinschaft dies tun muß. Das war ein ziemlich wörtliches Zitat eines Talkshowbeitrages von ich weiß nicht wann. Der Betreffende konnte das ewige Gejammer nach Mindestlöhnen nicht mehr hören. Lohndumping kann man nur durch Abstimmung mit den Füßen begegnen. Mehr geschrieben, als ich wollte, hoffe, ich habe nicht zu sehr gelangweilt.

  • jäger 39

    Hallo Thomas Bartuschat
    ich greife deinen Beitrag von auf: Du hast mich in keinem Fall gelangweilt, Du hast ja soo recht mit dem was Du schreibst. Was ich nie gedacht hätte und Du so eindringlich beschreibst, das ist die Angst. Die Angst das Wenige was man bekommt auch noch zu verlieren. Wenn Skrupellosigkeit der Verleger und Existenzangst der Zusteller treffen, dann wird es dramatisch. Ich werde mich an das Kartellamt wenden und ihm die Frage vorlegen ob die abgestimmte Verhaltensweise der Verleger im BDZV-Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger- zu Nachteil der Zusteller rechtens ist. Es fällt ja doch auf, daß im ersten Halbjahr 1994 praktisch alle Verlage die Zusteller rausgeschmissen haben. jetzt im Frühjahr fand dann eine konzertierte Aktion in Sachen Minderung der Vergütung für die Zusteller statt.
    Von der geplante BR-Gründung in der Region NRW höre ich, dass die Sache nicht schlecht steht. Ver.di ließ mich wissen, dass die Wahlbeteiligung erfreulich sei. Ich bin gespannt was dabei rauskommt.Was Du schreibst von Anwaltskosten und so ist betrüblich. Ich bin ver.di Mitglied seit 1999-Mitgliedsbeitrag ca 45,00€ p.a. und habe eine Rechtsschutzversicherung. Überleg mal es ähnlich zu machen. Wir sind hier vier Kolleginnen und Kollegen alla bei ver.di.Toll wie die uns helfen wo sie nur können.Nicht alles was der amerikanische Präsident Obama macht findet meine Zustimmung, aber in einem Fall hat er recht. “Yes we can” wir müssen nur wollen. Se versichert ich will und ich werde mich wehren.

  • bartuschat, thomas

    Hallo,
    Jäger 39, ich bin seit dem 31.3 diesen Jahres aus dem Spiel, auf der Seite Ausgliederung der Logistik… habe ich auch noch einmal genauer beschrieben, warum. Ungeachtet aller Skepsis wünsche ich natürlich viel Erfolg, ich werde den Seiten hier auch weiterhin treu bleiben, mal gucken, was sich so tut. Davon abgesehen, bin ich mit der Zustellung fertig, und zwar für den Rest meines Lebens. Ich habe schon
    10 Jahre weggeworfen, nochmer bekommen die nicht.

  • Sylvia Nitschke

    hallo,
    mit großer interesse habe ich eure beiträge
    gelesen und was soll ich sagen ihr sprecht mir aus der sehle.
    seit august 2010 bin ich in leipzig bei der
    zustellung,ich gehe täglich halb drei zu einer garage hohle dort im dunklen mein zeitungswagen raus und warte am straßenrand
    auf die belieferung und hoffe jeden tag das die zeitungen nicht zu dick sind,wenn er dann kommt mal früher oder späääter wird abgeladen ohne schutz bei wind und wetter und abgezähhlt eingeräumt u.s.w.,ihr kennt das ja.
    ich habe täglich ca 330 zeitungen und ab und an werbungen (200-1000),dann gehts unter hoher anstrengung den berg rauf und runter bis zum ersten briefkasten,im galopp geht das dann bis 6.00 uhr denn bis dahin muß ja alles ausgeteilt sein.
    na ja meine entlohnung freunde läßt mich jeden tag zweifeln,also 80 cent pro zeitung im monat,20,45€ grundlohn und 25%
    nachtzulage.spreche ich meine mitstreiter darauf hin an na ja alles kuscher viel auch rentner die sich ihre magere rente aufbessern und dann kommt noch urlaubs und krankenbestand,das heißt doppelrunde für ein hingerlohn und noch die touren der kostenlosen zeitungen mitwoch,donnerstag,sonntags an die haushalte (10-20€ pro 1000Stck)
    igel58http://www.zeitungszusteller.org/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_good.gif

  • OLAF Klein

    Wollte fragen, ob im Abo Preis der Zustellohn enthalten ist, oder ob ich als Abonoment dem Träger was zu Weihnachten geben M U ß. ???

    Muß vielleicht noch dazusagen, dass es dieses Jahr auch mal zu Unstimigkeiten kam, spätere Lieferung oder erst nach Nachfrage.

    Wenn ich Trinkgeld geben M U ß, wieviel.

    Danke und frohe Weihnachten.

    OLAF

  • Malika

    Hallo Olaf,

    “müssen” musst du nicht, aber der Bote wird sich über eine kleine Aufmerksamkeit sicher freuen.
    Sein Lohn ist im Abo- Preis zwar enthalten, aber der fällt sehr gering aus!
    Wenn deine Zeitung später kommt, liegt das nicht unbedingt am Boten, denn manchmal kommen die Zeitungen zu spät an der Ablagestelle an, wo der Bote sich nachts die Zeitungen abholt und er muss auch manchmal Stunden auf die Zeitungen warten. Das kann nach späteren Fußballspielen vorkommen, oder die Druckerei hat ein Problem, oder der Bote macht noch zusätzliche Vertretungsbezirke, weil Boten ausgefallen sind. Die Verlage haben dermaßen Personalprobleme, weil es kaum noch Leute gibt, die für so wenig Geld 6 Tage die Woche so früh aufstehen, und bei Wind und Wetter schwere Zeitungen, die manchmal aus mehr Werbung als Zeitung bestehen, schleppen wollen!

    Dir auch Frohe Weihnachten,
    Malika

  • Hilde

    Hallo,ich bin auch Zeitungszusteller in den neuen Bundesländern(Sachsen-Anhalt).Über solchen Lohn wie Ihr schreibt würden wir uns freuen.(%00,00Euro)das wär schön.Ich trage schon seit 1995 tageszeitungen und Werbung aus und es würd immer weniger Lohn.Wir bekommen pro Zeitung 0,041 cent und für die werbung fast genauso viel.Für meine Sicht viel viel zu wenig. Weihnachtsgeld ,geld für Reperaturen am Fahrrad und Arbeitsbekleidung davon können wir nur träumen.Müssen wir alles selbst bezahlen.Urlaubstage bekommen wir 24 und wenn mann mal krank ist 6 wochen.!Mann rakkert sich ab für ein Appel und ein ei!mann hat eine last zu tragen,die spielen einen ganz schön kaputt.Aber was hilft das jammern wir müssen ja froh sein das wir arbeiten dürfen und nicht zu Hause sitzen und Däumchen drehen.Wo will mann hin wenn mann kein Auto hat,bzw..sich kein 2.leisten kann.Mann läuft bei Wind und Wetter los eigentlich für nichts.ich trage jeden tag 200 zeitungen aus und dann am wochende ca.500 Werbezettel und in der Woche noch so zwischendurch auch Werbung und verdiene im Monat nur 250,00 Euro.Das ist nach meiner Sicht viel zu wenig.naja besser als nichts oder,aber zu wenig.

  • vistabluebabe

    ….jaja, das Jammer nützt nur nichts, solange Ihr Euch nicht organisiert und geschlossen auftreted, werdet Ihr weiter ausgebeutet.
    Lasst doch alle mal zusammen alles acht Tage liegen, dann werden die Euch zuhören.

  • Malika

    An mir solls nicht liegen!
    Nur, würde ich dann fast alleine dastehen, weil alle Angst um ihren Job haben.
    Ich bin schon dabei, wenigstens ein paar zu überzeugen, in die Gewerkschaft zu gehen…nichtmal dazu haben sie Lust!

    @Hilde
    Wir im NRW bekommen pro Zeitung (inkl. Werbebeilagen)5,5 Cent und pro externe Werbung 3 und 4 Cent.
    Weihnachtsgeld gut 100 Euro, Urlaub und Lohnfortzahlung ist wie bei euch.

  • sylvia

    hallo,ich bin zeitungszustellerin in leipzig
    genau wie bei dir hilde,will in die gewerkschaft gehen.
    wo muß ich da hingehen?

  • Malika

    Hallo Sylvia,

    Verdi ist für Zusteller die richtige Gewerkschaft:

    http://j.mp/uRUqr2

    http://j.mp/ruMRUL

    Gruß Malika

  • Anja

    Es gibt noch andere Möglichkeiten, sich ein kleines Taschengeld dazuzuverdienen. Ich bewerte in Heimarbeit neue Produkte, Werbespots, neue Fernsehserien usw. für einige Marktforschungsunternehmen von Zuhause aus am PC. Diese Umfragen werden (je nach Zeitaufwand zwischen 0,75 € und 15,-€ vergütet). Letzten Monat habe ich damit sogar 141,-€ verdient. Klar kann man damit nicht reich werden. Aber diese Tätigkeit ist immerhin kostenlos und man ist auch niemals verpflichtet die Umfragen zu beantworten. Außerdem kann man die Befragungen bequem von Zuhause oder vom Büro aus machen. In unserem Forum stellen wir die Marktforschungsunternehmen mit der höchsten Vergütung vor. Es werden nur geprüfte und seriöse Anbieter vorgestellt, bei welchen die Teilnahme zu jeder Zeit komplett kostenlos und immer unverbindlich ist.
    http://j.mp/uSUaCh

    Die Belohnungen kann man sich entweder als Bargeld oder als Gutscheine von Amazon, H&M, Douglas, New Yorker etc. ausbezahlten lassen. Das ist von Vorteil, wenn man z.B. kein Girokonto hat.
    Wenn man sich damit einen richtigen Nebenerwerb schaffen will, muß man sich allerdings bei mehreren Marktforschungsunternehmen anmelden, da man ja nicht jeden Tag eine Umfrage erhält.

  • Druckverspätung

    Da geht die Reise hin
    http://j.mp/tYUxeN

  • no-hope

    Hallo Leute
    bin in München seit über 20 Jahren hauptberuflicher Zeitungszusteller.
    Auch bei uns werden neue Verträge eingesetzt und damit Lohnkürzungen erreicht. Wir haben in 4 ZV`s Betriebsräte die sich absprechen und versuchen gemeinsam zu planen,aber trotz Streik ist Pustekuchen. Der verlag mauert und setzt auf E-paper dann braucht man uns nicht mehr.

  • Maja Müller

    Hallo, liebe Noch-Zusteller.
    Ich habe jetzt gekündigt und will euch kurz meinen Protest schreiben:
    Ich wollte ein Gespräch mit meinem Chef zwecks Lohn bzw. Lohnerhöhung. Ein unterbemittelter Mensch mußte dann das Gespräch mit mir führen. Antwort: wenn dir der Lohn nicht passt, kannste ja kündigen.
    Da ich hartnäckig blieb und wegen anderer Sachen bekam ich drei Tage nach meiner Kündigung eine Unterlassungserklärung, einen Gerichtsbeschluß zur Unterlassung und werde nun einen Gerichtprozess gege meine ehemalige Firma führen müssen. Grund der Unterlassungserklärung – Bemängelung der Nichtzustellung wichtiger Sachen und der niedrige Lohn für Werbung – nämlich 0,48ent (wer kann unterbieten?). Sogar mein Anwalt sagt, dass es klar erkennbar ist aus der Anklageschrift, dass hier ein Exempel gegen mich statuiert werden soll: halt die Klappe sonst …
    Doch da kennen mich diese Leute nicht! Die sind sich noch nicht einmal einig, wer überhaupt mein Chef ist! es sind viele Dinge vorgekommen, aber zu gesprächen sind die nicht bereit. Pro LVZ bekommt man im Monat 1€ plus Nachtzuschlag, Leipzig

  • sylvia

    na hilde,da bekommst du sogar etwas mehr wie ich,wir bekommen pro lvz bei 24 AT
    3,3 cent

  • no-hope

    da leben wir in München ja im Schlaraffenland 7,7 cent pro Zeitung und Tag. Dazu gibt es Beilagenvergütung und Gewichtszulage sowie KIlometergeld pro Tour. Dies gilt aber nur für die Kolegen mit alten Verträgen, wer neu anfängt wird pro ABO im Monat bezaht ohne Vergütungen.P.S. die 7,7 cent gibt es nur für hauptberufliche Zusteller.

  • sylvia

    Hallo Maja,da hast ja noch Glück mit Deiner LVZ pro Monat mit 1€,in meiner Agentur bekommen wir nur 80cent plus Nachtschichtzulage.
    Ob 1€ oder 80cent das ist für den Plack ein Witz,wird höchste Zeit das sich was tut.
    Sylvia http://j.mp/ddR3Iz

  • Diana

    @Maja: wer kann das unterbieten? WIR bzw bei uns: wir bekommen für werbung nur 0,005 (1/2)cent; zeitung 3,7 cent; briefe wenn vorhanden, 5 cent; zeitschriften wurden uns weggenommen und einem anderen service zugeteilt, hier spart der werte verlag satte 6,1; die bekommt der andere zustellservice aber nicht extra, die haben das in ihrem gehalt bereits drin: praktisch liefern die “unsere” zeitschriften kostenlos aus. KM geld kriegen nur die, die ein auto besitzen, da gibts 27 cent pro km obgleich als pendlerpauschale doch 30 cent gezahlt wird. Das “Fußvolk” geht hier leider leer aus. Sind die zeitungen mit werbung vollgerammelt, gibts auch nicht mehr geld als wenn die zeitungen werbefrei sind. Arbeitskleidung wird aber gestellt, urlaub gibts 24 tage. Naja fazit: die halbe nacht rumrennen von montags bis samstags da geht man so mit ca. 200 euronen nach hause. Davon kann natürlich kein mensch leben, irgendwie sind wir ja alle steuerzahler, denn wir alle gehen einkaufen, müssen tanken wenn auto vorhanden, versicherungen bezahlen usw, strom kostet geld etc… Die konzerne sind steinreich und werden es noch mehr; die sollen mal unsere arbeit machen für das geld mit dem sie uns abspeisen. Da würden die nicht nur nach einem tag herumjaulen wegen muskelkater, am monatesende wäre das gejammer noch schlimmer wenn der gehaltszettel kommt. Wir selber, als ebenso steuerzahler, dürfen dann von den argen aufstocken lassen; wer kann, rackert sich weiter für fast dasselbe geld noch weitere 8 h ab und hat am monatsende mal gerade soviel zum halbwegs überleben; aber das packt natürlich nicht jeder, denn viele sind ältere kollegen, die schon verschlissen sidn; die jüngeren haben das noch vor sich. Gemault wird nur unter bzw hinter vorgehaltener hand; mal öffentlich und offen das maul an der richtigen stelle aufmachen, dafür haben die keinen arsch in der hose. Da hat leider noch niemand geschnallt, das WIR eigentlich die macht haben, das zu ändern; es macht leider nur niemand gebrauch davon. Vom heimlich an stützpunkten geleisteten meckereien ändert sich leider nichts. Krieg das mal in deren köppe rein.

  • Diana

    Man möge mich nicht falsch verstehen: eigentlich mag ich den job und mache ihn auch gern. Mir passt nur die bezahlung nicht; mit einem vermünftigen gehalt, von dem man auch leben kann, wäre alles gar kein problem, da wüsste ich wofür mich mich abracker.

  • Ramona

    Nachtschichtzuschläge? Wow….
    Ich traghe in einem Dorf in Ostdeutschland aus. Da die Häuser weit auseinender liegen und die Einfahrten zu den Häusern extrem lang sind (nein, es gibt natürlich keine Pflicht den Briefkasten gefälligst an Bordsteinkante anzubringen) habe ich für knapp 50 Zeitungen einen Zeitbedarf von 1-1,5 Stunden je nach Witterung. Dazu kommen Mittwochs und Samstags noch Prospekte und kostenlose Zeitungen – macht dann etwa 2 Stunden. Raus kommt am Ende des Monats so ungefähr 120 – 130 € (nach Abzug einer pauschalen Versteuerung) – macht einen Stundenlohn für den man gerade jetzt eigentlich nicht bei 2 stelligen Minusgraden raus möchte (von den zig Sonderwünschen der werten Kundschaft reden wir mal gar nicht. Die Aufschlüsselung des Lohns ist kurios und relativ undurchsichtig, Kilonmetergeld (wobei ich mich frage wer siech wie die Kilometer aus den Fingern gesaugt hat)

  • S-Bahnsurfer

    Hallo.ich bin seit 1988-also seit über 20 Jahren Zeitungsbote.Der Verdienst bei der Nachtzustellung liegt zwischen 5 und 8 cent pro Zeitung zuzüglich 25% Nachtzuschlag und Sonntags nochmal extra 50% Sonntagszuschlag. Je nachdem ,ob viele Treppen nach oben zu laufen sind oder nur Aussenbriefkästen sind , bestimmt den Stücklohn.
    Eine Zeitungstour mit z.B. 250 Zeitungen Werktags und 150 Zeitungen Sonntags sieht die Rechnung folgendermaßen aus: 26 Tage mal 250 Zeitungen zu je -sagen wir mal 6 cent, macht im Monat 487,50€ brutto ,dazu kommen nochmal 4 Sonntage 63,-€.Macht zusammen 550,50€ Brutto.Bei einer durchschnittlichen Dauer pro Tag von 2 Stunden ( es gibt Zeitungsboten ,die kannst du auch noch beim austragen besohlen und es gibt Zeitungsboten ,da siehst du sie nur rennen -jeder eben wie er kann)wäre das ein Stundenlohn bei 30 tagen ( = 60 Stunden ) 9,17€ brutto. Trägt man noch Tagesgeschäft aus ( 2 mal die Woche a 2 Stunden und 1000 Exemplare = 152,-€ brutto / Monat), lohnt sich das auf jeden Fall -> zusammen rund 700,-€ brutto = netto ca 580,-€ , da Nacht und Sonnatgszuschlag Steuerfrei sind. In Berlin zahlen die Supermärkte als Aushilfe nur ca 7,50€ brutto und musst den ganzen Tag die saudummen Fressen der Leute ansehen . Als Zeitungsbote hast du deine Ruhe und kannst vor dich hinphilosphieren ….etc. Ok , Nachts raus ist nicht jeder manns sache, aber zu wissen , dass ich im Sommer am see liege ,während die anderen für -vielleicht 2-3 hundert euro mehr im monat den ganzen tag in so nem laden stehen und den chef am liebsten in den arsch treten könnten ist doch wieder ein grund mehr , mich um 3:00 morgens auf den weg zu machen und dem sonnenaufgang entgegen zugehen ;-) .ausserdem – was ich aber nicht mache -kann man bei diesem Verdienst noch Wohngeld beantragen , was weit aus weniger ist , als was ein harz 4 empfänger bekommt . ich geh arbeiten um zu leben, und lebe nicht um zu arbeiten. ein leben geht auch ohne iphone 1, 2, 3, 4, usw

  • sielberpfeil

    @S-Bahnsurfer,
    Arbeitest Du 7 Tage in er Woche bei der selben Firma?

  • S-Bahnsurfer

    Hi sielberpfeil. ich arbeitete bis vor kurzem 7 atge bei der selben firma. aber jetzt nur noch 21 tage im monat als springer.

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