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Love or Death – Duisburg 2010Es sollte ein Megaevent sein. Zum Ruhme des Ruhrpott und zur Ehre des Veranstalters. In Berlin über 10 Jahre ein Volltreffer und nun diese Tragödie. 21 junge Menschen die locker abtanzen wollten hat der Sensemann letzten Samstag geholt. Wer die Bilder gesehen hat, fragt sich schon, ob das alles so in Ordnung war. In Deutschland wird sehr viel reguliert, es gibt Sicherheitsvorschriften ohne Ende und viele Behörden die irgendetwas zustimmen müssen. Warum schleust man dann 100.000 -de durch einen Tunnel ? Warum wird zugelassen, dass viel zu viele Leute auf den Platz gelangen ? Man hat die Situation einfach unterschätzt und geglaubt, es wird schon laufen. Nun beginnt die Suche nach der Schuld. Deutschland braucht einen Schuldigen, um die empörten Raver und Wähler zu beruhigen. Hat der Oberbürgermeister wirklich schuld ? Oder der Schaller ? oder …… ?????? Fakt ist doch eins – So ein Massenspektakel birgt immer Risiken. Jedes Rockkonzert, jedes Festival – immer da, wo zigtausend Menschen zusammenkommen – kann ein Unglück passieren . Heyselstadion, Roskilde …. man muss sich der Gefahr als Besucher oder Beteiligter sehr bewusst sein, ein Funken und die Panik bricht aus. Da ist der Mensch nicht anders als Stiere, Antilopen und sonstige Herden. Wenn die Masse ins Rollen kommt, bleiben die Schwächsten auf der Strecke ! Entweder man verbietet in Zukunft derartige Massenveranstaltungen oder man lebt mit der Gefahr einer Massenpanik. Polizei, Ordnungskräfte udglm. sind machtlos, wenn die Menge explodiert. Wer schon einmal in einem vollbesetzten Zug von betrunkenen Fussballfans gewesen ist, der weiss wo von hier die Rede ist. Da kann keiner mehr eingreifen, wenn die anfangen einen Waggon zu zerlegen. Am Ende bleibt die Trauer und die Betroffenheit über sinnlos zerstörtes Leben. Die Kerzen werden nach geraumer Zeit abgebrannt sein und nächstes Jahr trifft man sich im Norrisring bei Nürnberg. Oder in Roskilde oder im Olympiastadion. Und wenn dann wieder das Feld erstürmt wird und Menschen zu Schaden kommen – The same procedere as evry year. The show must go on – und unterm Strich zählt nur der Gewinn. In welcher Form auch immer. That`s life und nur zum Schluss stirbt die Hoffnung. Ein lieber Gruss nach Schöneweide – AC/DC mit 70.000 im Olympiastadion – es war schön und es ging gut!
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[Wolof]TwitThis 2 comments to Love or Death – Duisburg 2010 |
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Ich bin ehrlich, ich war noch nie ein großer Fan der “Loveparade” aber was da in Duisburg geschehen ist macht auch mich sehr betroffen!
Mein tiefstes Beileid und Mitgefühl an alle Verwandten und Bekannten der Verstorbenen!
Die Hoffnung stirbt zuletzt!
Webma55
Ich war auch schon bei einigen Massenveranstaltungen – vom Kölner Karneval, Konzerten bis zum Brandenburger Tor(Silvester u.a.). Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es auch von der Zusammensetzung (Alter, Geschlecht usw.) der Masse abhängt wie die Veranstaltung abläuft. Noch nie habe ich so eine Panik geschoben wie Silvester 2008. Ich war mit der Familie direkt an einer Bühne und um uns rum fast ausschließlich Teens die es krachen lassen wollten. Innerhalb kürzester Zeit wollte ich da nur noch weg, aber dass war gar nicht so einfach. Ich und meine Familie haben fast eine Stunde gebraucht, ehe wir aus dem Pulk kamen. Seit diesem Tag habe ich keine Lust mehr auf Brandenburger Tor. Auch ich empfinde mein tiefstes Mitgefühl mit den Hinterbliebenen. Auch mit denen, die mit einem blauen Auge davongekommen sind. Diese Menschen werden ihr Lebtag nicht vergessen können. Ich hoffe, dass sie wenigstens ordentlich betreut werden.