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Zeitungsboten sind immer die PrügelknabenDie Abonnenten von Tageszeitungen haben immer Recht so fühlt es sich jedenfalls an wenn man Zeitungszusteller ist. Ein Abonnent reklamiert, “keine Zeitung bekommen” oder “Zeitung nass” oder “Zeitung zerrissen” oder “falsche Zeitung” ich könnte das hier noch weiter führen aber das sind so die gängigsten Reklamationen. Wie schon einmal in einem anderen Beitrag erwähnt ist ein Abo bares Geld für einen Zeitungsverlag also ist der Zeitungsbote immer Schuld denn der hat am nächsten Tag gleich die Rekla auf seinem Konto. Der Abonnent ist König, er bekommt nun bei fehlender, nasser, oder falscher Zeitung entweder eine Gutschrift oder seine Zeitung wird ihm am selben Tag nachgeliefert. Ich muss betonen das ich hier immer nur über eigene Erfahrungswerte schreibe und mir durch meine frühere Tätigkeit als Reexfahrer, Kommissionierer und Zusteller bei einer Zustell-Agentur in Berlin-Köpenick ein Urteil erlauben kann. Ich habe festgestellt das diese Reklamationen oft nicht den Tatsache entsprachen, gerade bei fehlenden Zeitungen, Okay, nasse Zeitungen lassen sich einfach nicht vermeiden aber diese dem Zusteller als Rekla rein zudrücken finde ich nicht schön, hier müssten doch mal die Verlage reagieren, wenn ich schon alleine an das fehlende Zusteller-Equipment denke, bei starken Regen mit kaputten Zustelltaschen, der Zusteller wird wohl kaum mit Freude die nasse Zeitung in den Briefkasten stecken im Gegenteil der größte Teil der Boten versucht durch das stecken seiner Reservezeitungen die Reklamationen zu vermeiden, allerdings hat man ja nur immer eine bis zwei Reservezeitung und das auch nur von den auflagestärksten Tageszeitungen dabei. Es gibt schon die ein oder andere Flachzange unter den Zeitungsboten aber der Großteil der Zusteller macht unter harten Bedingungen und für wenig Geld einen Top-Job, warum können Verlage und Zustellagenturen nicht hinter ihren Zeitungsboten stehen, warum ist eigentlich immer der Bote Schuld, nur um kein Abo zu verlieren muss einer herhalten und das ist immer der letzte im Glied, der Zeitungsbote.
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von solchen kunden kann ich ein lied singen, ich habe auch 3 kunden auf meiner tour die immer wieder mal fehlende zeitungen reklamieren, immer wieder die gleichen, ich weiß aber 1000 prozentig das ich diese zeitungen stecke, nasse zeitungen lassen sich nun wirklich nicht vermeiden wie auch, bei starken regen weichen meine taschen durch, ich nehme die zeitungen schon immer unter meine PRIVATE regenjacke aber auch die ist schnell durch, ich kann machen was ich will die zeitungen werden bei starken regen nun mal nass.
Tja, ich hatte mich ja mal in einem anderen Artikel wohl etwas zu weit aus dem Fenster gelehnt, als ich behauptete, dass 99 Prozent der Reklas, die ich bekomme, ungerechtfertigt seien. Das war bestimmt etwas übertrieben. Ich revidiere das mal auf 90 %
. Aber das kommt nun wirklich hin.
Mir ergeht es genauso wie Sonja bzw. früher Webma55. Vor allen Dingen rege ich mich immer so köstlich darüber auf. Dabei nehme mir immer vor, gaaaanz ruhig zu bleiben.
Die schärfste Reklamation, die ich je bekam, war folgende:
Eine Leserin beschwerte sich regelmäßig 1-2 mal die Woche, dass sie angeblich keine Zeitung bekäme. Das ging über 2 Monate so. Es war zum verzweifeln. Ich wusste genau, dass ich die Abonnentin beliefert hatte. Einzelhaus, weit zurückliegend, ganz durch den Türschlitz. Ein Diebstahl war also nicht möglich. Irgendwann hatte ich die Faxen dicke und rief die Dame an und hakte mal nach. Des Rätsels Lösung: “Ach, lieber Zusteller, mein Mann geht 2 mal die Woche früher zur Arbeit. Ich sage ihm dann, nimm mal die Bremer Nachrichten mit, ich rufe an und lasse mir eine nachliefern.” Mir fiel es schwer, in diesem Moment die Contenance zu waren. Ich erklärte ihr höflich, dass das so nicht ginge und ich so langsam Ärger deswegen bekomme. Seit dem war Ruhe und zu Weihnachten gibt es immer ein gutes Trinkgeld. Sachen gibt’s – die gibt’s gar nicht…
aloa Leute ! Pistenflitzer , dass ist ja abartig . Da gab es nicht mal eine Entschuldigung ? Du bekommst die Prügel für nichts ? Das kann mann doch mit Frechheit nicht überbieten . Ich hatte das Problem nur einmal , nach dem ich mit dem mich unterhalten hatte war genau das Problem geklärt . Seine Frau hatte immer seine Zeitung rausgenommen und umgedreht , diese Leute hatten 2 Zeitungen bestellt ( Morgenpost und Berliner )Und immer hatte einer von beiden alles mitgenommen . Der nächste kamm dann und die Rolle war leer , keine Absprache und für mich immer eine Rekla . Das hat sich nun aber geklärt ! Grüße Micha
Ja Micha, natürlich gab es eine Entschuldigung und wie gesagt, ab dem Zeitpunkt auch immer ein wirklich fürstliches Weihnachtsgeld. Manche Leute sind einfach zu dusselig und denken nicht nach.
Noch ein typisches Beispiel für eine Reklamation:
Du lieferst in ein Haus 6 Zeitungen durch den Türschlitz, da BK-Anlage innen sitzt. Das klappt auch wunderbar, nie eine Rekla. Dann tritt der Fall ein, dass ein Leser in Urlaub fährt und seine Zeitung abbestellt. Er denkt aber nicht darüber nach, dass er am Abreisetag noch zu Hause ist, wenn ich liefere (z. Bsp. um 3:45h). Promt nimmt er sich noch eine Zeitung weg (“beklaut” also seine Nachbarn).Die reklamieren dann natürlich eine fehlende Ausgabe. Solche Fälle habe ich des Öfteren. So etwas ist wirklich ärgerlich.